Helfen meinem Sohn Atropin-Tropfen?

Frage von Dr. Birgit Kubin-Siring
Praktische Ärztin
Kaiserslautern:

Mein 13-jähriger Sohn hat links eine angeborene Myopie von -11xa0dpt, die vor acht Jahren entdeckt wurde und sich seither nicht veränderte. Auf dem rechten Auge wurde zunächst keine Fehlsichtigkeit diagnostiziert, jetzt aber eine rasant fortschreitende Myopie. Er hat -8xa0dpt und Astigmatismus. Vor einiger Zeit stand in einem Artikel, dass in Japan die höhergradige Myopie mit abends verabreichten Atropin-Tropfen ins betroffene Auge behandelt wird. Gibt es in Deutschland Studien oder Erfahrungen mit dieser Alternativtherapie? Sehen Sie eine Möglichkeit, so einen Brechungsfehler irgendwann auch operativ auf ein "normales" Niveau zu bringen?

Antwort von Professor Dr. Theo Seiler
Universitäts-Augenklinik
Dresden:

Die Behandlungsversuche der progressiven Myopie sind so alt wie das Problem selber. Zyklisch werden neue Behandlungsmethoden erprobt, führen hin und wieder zu Erfolgsmeldungen, die dann in größeren und vor allem prospektiven Studien nicht verifiziert werden können. So gab es z.B. Behandlungen mit Natriumjodid-Tropfen, Betablockern und Heidelbeerextrakten, die alle einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standgehalten haben. Auch Kontaktlinsen oder der Versuch einer Unterkorrektur führten mit Ausnahme von Einzelfällen nicht zum Erfolg. In diese Reihe der Versuche muss auch die von Ihnen zitierte Penalisierung mit...

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