Ist die halbe Bevölkerung psychiatrisch krank?

Autor: CG

Um die Seele von Lehrern ist es übel bestellt, ergab eine neue australische Studie. Zu 95 % erfüllten sie die Diagnose „Depression“. Mit diesem Etikett von Seelenleid werfen wir zu leichtfertig um uns, meinen die Autoren.

Schlechte Stimmung, mit und ohne Schuldgefühle, Hilf- und Hoffnungslosigkeit genügten nach den Kriterien besagter Studie, um jemanden in die Depressions-Schublade zu stecken. Setzt man die Schwelle so niedrig, so läuft man Gefahr, normale Seelenzustände zur Krankheit zu machen, meint Gordon Parker, Psychiatrieprofessor der University of South Wales in Randwick.

Vor 50 Jahren unterschied man endogene und reaktive Depression. Die Lebenszeitprävalenz lag bei nur 1 – 2 %. Nach dem aktuellen Diagnostic and Statistic Manual (DSM III) gibt es nur noch „minor depression“ und „major depression“, mit weicheren Kriterien. Das Kriterium A verlangt dysphorische Stimmung für mindestens zwei Wochen,...

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