Krise der Kassen wird zum Kollaps

Autor: Karl H. Brückner

Die Finanzkrise der Krankenkassen hat sich im letzten Vierteljahr 2002 massiv zugespitzt. Nach vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr legten die Einnahmen je Mitglied im Vergleich zu 2001 nur noch um 0,5 % zu. Obwohl im selben Zeitraum die Leistungsausgaben mit 3 % nominal moderat expandierten, fuhren die Kassen deshalb ein Defizit von knapp 3 Mrd. Euro ein.

Die Erosion der GKV-Beitragsbasis steigerte sich in den Monaten Oktober bis Dezember 2002 zum Einnahmen-Kollaps: Um 0,9 % (rund 0,7 Mrd. Euro) schrumpften die beitragspflichtigen Einnahmen im Jahresvergleich! In der Vergangenheit war das letzte Quartal für Gesundheitspolitiker ein Rettungsanker - Weihnachtsgelder und andere Sonderzahlungen führten dazu, dass die Kasseneinnahmen gegen Jahresultimo kräftig anzogen. Damit hatte auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gerechnet, und noch im vergangenen September darüber hinaus auf die kräftiger gestiegenen Tariflöhne gesetzt. Allerdings: Diese Rechnung war bereits 2001 (GKV-Defizit ebenfalls rund 3 Mrd. Euro) nicht mehr aufgegangen....

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