Laserablation der Varizen fördert Rezidive

Autor: Dr. Susanne Gallus

Der Laser schnitt sogar ein wenig schlechter ab als die OP. © iStock/Elena Volf

Bei der endovenösen Laserablation von Varizen muss man aus Sicherheitsgründen Abstand von der tiefen Beinvene halten. Doch der verbleibende Stumpf fördert Rezidive.

Während die endovenöse Laser­ablation (EVLA) auf die Entfernung der Stammvenenmündung (Crossektomie) verzichtet, gilt das beim operativen Verfahren als Behandlungsfehler. Denn aus dem Venenstumpf entwickeln sich die meisten Rezidive, schreiben Professor Dr. Achim Mumme vom Interdisziplinären Venenzentrum am Katholischen Klinikum Bochum und Kollegen.

In einer Auswertung untersuchten die Mediziner prospektive randomisierte Studien und verglichen endovenöse Laserablation und OP über einen Follow-up-Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Entscheidend war das Auftreten eines duplexsonographischen Crossenrezidivs bei den Patienten, das als sicherer Indikator für einen später auftretenden klinischen Rückfall gilt.

In keiner Studie kam es bei den operativen Verfahren zu mehr Rezidiven als bei der Laserablation, urteilen die Studienautoren. Die Rate lag im Vergleich zu der EVLA sogar um den Faktor 1,7–5,6 höher. Beim Verzicht auf das standardmäßige Entfernen des Crossenstumpfes muss man folglich in Zukunft mit mehr Rezidiven rechnen, warnen die Autoren.

Quelle: Mumme A et al. Phlebologie 2019; 48: 18-22