Lebenspartner: Arzt und Patient

Autor: Diethard Sturm

"Der mündige Patient ist dem Arzt ein echter Partner", so liest man allenthalben. Jawohl, prima, recht so, meint man auf dem ersten Blick. Ein gutes und wichtiges Thema, ein Fortschritt. Auf den zweiten Blick regt sich bei mir Unbehagen: Hoppla, wer sucht denn hier einen Partner? Stellt man da die Welt nicht auf den Kopf? Die Betrachtungsweise erscheint mir ausgesprochen arztzentriert.

„Der Arzt als Partner des Patienten“ – das wäre das Richtige, denn der Kranke sucht sich ja seinen „Partner“, der ihm beisteht. Er hat die Wahl, er trägt auch das Risiko. Der Kapitän (Arzt) steuert mit seiner speziellen Sachkunde das Schiff, aber der Reeder (Patient) bestimmt das Ziel und ein Stück auch den Weg – beraten vom Kapitän.

Aber wer von Partnerschaft redet, meint ja erster Linie gleiche Augenhöhe. Ist das in diesem Fall überhaupt möglich? Natürlich sind der Erkenntnisstand und die Betroffenheit sehr unterschiedlich. Die „gleiche Augenhöhe“ ist aber unabhängig von diesen Unterschieden: Der Arzt hat mehr Sachkunde, deshalb sucht ihn der Patient ja auch auf. Aber vom Kranksein, von...

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