Narkose lockt Blutung

Autor: VS

Das Anästhesieverfahren hat offensichtlich einen Einfluss auf das Blutungsrisiko nach der Tonsillektomie. Ärzte des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm verfolgten den postoperativen Verlauf von 1063 Patienten, die sich die Gaumenmandeln entfernen ließen. 388 Mal erfolgte der Eingriff in Vollnarkose, 675 Mal in Lokalanästhesie.

Unter Vollnarkose ereigneten sich signifikant häufiger Blutungen als unter örtlicher Betäubung (7,55 % vs. 4,12 %). Allerdings blutete es bei den Vollnarkose-Patienten in sechs von 16 Fällen erst nach dem sechsten postoperativen Tag, als die Patienten schon wieder zu Hause waren. Solche späten Blutungen kamen in der Lokalanästhesiegruppe überhaupt nicht vor.

Dieses erhöhte Spätblutungsrisiko erklärt sich möglicherweise dadurch, dass in Vollnarkose die Tonsillen besser zugänglich sind und daher manchmal tiefer abgesetzt werden, schreiben Dr. Matthias Tisch und Kollegen von der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm in der Zeitschrift "HNO". Wenn dann...

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