Neuroleptikum weiterverordnen?

Frage von Dr. Jessika Weldner,
Sibbesse:

Bei meiner jetzt 35jährigen Patientin wurde 1989 eine paranoid-halluzinatorische Psychose mit Zwangssymptomen und Depression diagnostiziert. Die Patientin wird mit Decentan® 8 bis 12xa0mg/die behandelt und ist derzeit beschwerdefrei. Sie lebt in einer festen Beziehung und äußerte einen Kinderwunsch. Könnte die noch laufende Medikation für eine Schwangerschaft ein Risiko darstellen?

Antwort von Dr. Christof Schaefer,
Abteilung
Embryonaltoxikologie,
Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen,
Berlin:

Decentan® mit dem Wirkstoff Perphenazin ist ein Phenothiazin-Neuroleptikum. Aus "embryotoxikologischer Sicht" gehört es zu den Mitteln der Wahl, wenn eine psychotische Symptomatik in der Schwangerschaft behandelt werden soll. Zwar wurden einzelne Fälle mit Entwicklungsstörungen bei Kindern publiziert, deren Mütter Phenothiazine während der Schwangerschaft erhalten hatten. Ein kausaler Zusammenhang ließ sich aber nicht bestätigen. Die schon vor Jahrzehnten eingeführten Vertreter dieser Gruppe, zu denen auch Perphenazin gehört, können heute als weitgehend sicher angesehen...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.