Nicht gleich unters Messer legen!

Autor: ara

Patienten mit Nierenriss nach stumpfem Trauma müssen nicht sofort operiertwerden, wenn sie hämodynamisch stabil sind. Zuwarten ist erlaubt, da Komplikationen selten sind und sich gut beherrschen lassen. Auch die posttraumatische Hypertonie kommt deutlich seltener vor als lange befürchtet. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. F. Oneto und Kollegen von der Universität Genua, die insgesamt 46 Patienten im Schnitt fünf Jahre lang beobachtet haben, die nach einem Nierenriss primär konservativ versorgt wurden.

28 von ihnen hatten einer Riss Grad III und 18 Grad IV nach der Klassifikation der Amerikanischen Traumatologie-Gesellschaft. Die Strategie bestand in Flüssigkeitsersatz, prophylaktischer antibiotischer Therapie und Bettruhe, bis der Urin wieder makroskopisch klar wurde. Ausserdem verfolgte man Hämodynamik und Hämatokrit, um sicher zu gehen, dass keine okkulte Blutung vorlag.

Die Langzeitbeobachtung schloss Nierenfunktion und Blutdruck ein. Die Patienten mussten im Schnitt nur gut zehn Tage im Krankenhaus bleiben, berichteten die italienischen Kollegen am Kongress der European Association of Urology. Nur vier von ihnen hatten soviel Blut verloren, dass sie eine Transfusion brauchten. In...

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