Feinstaub trübt die Nachtruhe OSA-Schweregrad steigt mit PM10-Belastung
Eine obstruktive Schlafapnoe kostet oft erholsamen Schlaf.
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Eine obstruktive Schlafapnoe kostet oft erholsamen Schlaf. Gleichzeitig erhöhen die nächtlichen Atemaussetzer auch das Risiko für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen. Höheres Alter und Übergewicht können die OSA fördern, zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass die Luftverschmutzung eventuell eine Rolle spielt, wie Prof. Dr. Martino Pengo von der University of Milano-Bicocca in Mailand berichtet.
Er und sein Team analysierten die Daten von über 19.000 Patientinnen und Patienten aus der europäischen Schlafapnoe-Datenbank ESADA. Dazu korrelierten sie patientenspezifische Informationen (Alter, BMI, Ergebnisse der Schlafuntersuchung etc.) mit Angaben zu Schadstoffbelastung (PM10) der Regionen, in denen die Personen lebten.
Je stärker die PM10-Belastung, desto höher stieg der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) der Erkrankten – zwar mäßig, aber messbar. Menschen mit einem niedrigen AHI (< 5) lebten in Regionen mit einem durchschnittlichen PM10 -Wert von 16 µg/m³. Bei Personen mit einem AHI ≥ 5 hingegen lag auch die PM10-Belastung höher, bei ca. 19 µg/m³. Obwohl die Korrelation auch unter Berücksichtigung anderer Effektoren bestehen blieb, gab es zwischen den einzelnen Ländern teils deutliche Unterschiede. Das könnte am lokalen Klima liegen, der Art der Verschmutzung oder dem nationalen Gesundheitssystem, heißt es in der Pressemitteilung.
* European Respiratory Society
Quelle: Pressemitteilung – ERS*-Congress