Patient im „Wahn“: schuldfähig oder nicht?

Autor: Birgit Maronde, Foto: thinkstock

Floride Psychose von chronisch fehlentwickelter Persönlichkeit abgrenzen.© thinkstock

Schuldfähig oder nicht? Gerade bei Patienten mit Wahnphänomenen ist diese Frage oft schwer zu beantworten, denn die Übergänge zwischen den verschiedenen Ausprägungen sind fließend. Zwei "Prototypen" aus der forensischen Praxis:

Fall 1: Ein 50-Jähriger erschlug seine Mutter, mit der er in einem Haushalt zusammenlebte. Anschließend versuchte er sich umzubringen, was aber misslang. Zehn Tage zuvor war der bis dato gesunde Mann in einen schweren Loyalitäts- und Ambivalenzkonflikt geraten – zwischen seinem Partner im eigenen Fitnessbetrieb und seiner Nichte hatte es Rivalitätsprobleme gegeben, die letztlich in der Entlassung des Partners mündeten.

Etwa vier bis fünf Tage vor der Tat entwickelte sich bei dem Mann ein abnormes Bedeutungserleben. So sah er im Glockenläuten eine Botschaft für ihn. Zunehmend dachte er an Gott, Religion und Kirche. Am Tag der Tat schossen ihm im Verlauf des Vormittags immer wieder Gedanken an...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.