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Pflanzenproteine senken das Sterberisiko

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Laut der gepoolten Analyse ist eine hohe Proteinaufnahme mit einer signifikant verminderten Gesamtmortalität assoziiert. Laut der gepoolten Analyse ist eine hohe Proteinaufnahme mit einer signifikant verminderten Gesamtmortalität assoziiert. © iStock/monticello
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Mit einer Ernährung, die reich an pflanzlichen Proteinen ist, lässt sich offenbar das Sterberisiko mindern. Dabei gilt: Je mehr Phytoeiweiß, desto besser.

Wer reichlich pflanzliche Proteine verzehrt, lebt länger. Dabei kann schon eine kleine Ernährungsumstellung eine erhebliche Wirkung entfalten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam aus Teheran und Boston anhand einer Metaanalyse von mehr als 30 prospektiven Kohortenstudien mit zusammen mehr als 700.000 Teilnehmern.

Laut der gepoolten Analyse ist eine hohe Proteinaufnahme mit einer signifikant verminderten Gesamtmortalität assoziiert. Pflanzliche Eiweißstoffe senken zusätzlich die kardiovaskuläre Sterblichkeit – ein Ergebnis, das aufgrund der bekannten günstigen Effekte der Pflanzenproteine auf kardiometabolische Risikofaktoren zu erwarten war. Die malignombedingte Verkürzung der Lebenszeit hingegen beeinflussen sie nicht, schreiben Sina Naghshi von der Universität Teheran und Koautoren.

Die Dosis-Wirkungs-Analyse ergab eine inverse Beziehung zwischen der Aufnahme von Phytoproteinen und der Gesamtsterblichkeit. Eine um nur 3 % erhöhte tägliche Energieaufnahme aus Hülsenfrüchten und anderen pflanzlichen Quellen geht mit einem um 5 % gesenkten Risiko für Todesfälle sämtlicher Ursache einher. Eiweißstoffe tierischer Herkunft hingegen beeinflussen weder die Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch die krebsbedingte Todesrate. Somit stützen die Resultate der Metaanalyse nachhaltig die Empfehlung, mehr pflanzliche Proteine zu sich zu nehmen.

Quelle: Naghshi S et al. BMJ 2020; 370: m2412; DOI: 10.1136/bmj.m2412

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