PSA-Test: So vermeiden Sie Überdiagnostik

Wenn es um die Prostatakrebs-Vorsorge geht, wenden sich viele Männer zuerst an ihren Hausarzt. Sollten Sie ihnen einen PSA-Test anbieten oder ganz im Gegenteil gerade davon abraten? Um Patienten vor Überdiagnostik und Übertherapie zu schützen, hat die DEGAM eigene Praxisempfehlungen erarbeitet.

Die Urologen plädieren in ihrer S3-Leitlinie dafür, alle Männer ab 45 Jahren und mit einer Lebenserwartung > 10 Jahre über die Möglichkeit eines PSA-Tests zu informieren. Dem widerspricht die DEGAM: Ihrer Meinung nach sollten Hausärzte Männern, die den PSA-Test nicht ausdrücklich wünschen, diesen auch nicht aktiv anbieten. Schließlich ist der Nutzen dieses Testes nach wie vor fraglich.

Ein Cochrane-Review kommt zu dem Schluss, dass der PSA-Test weder die Prostatakrebs-Mortalität noch die Gesamtsterblichkeit senkt. Dagegen muss man mit einem gewissen Schadens­potenzial rechnen, so Dr. Thomas ­Kötter, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universitätsklinik von Schleswig-Holstein,...

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