Rasterfahndung beim Rezept

Dieter Hebel, Vorstands-Chef der Gmünder Ersatzkasse (GEK) lässt durch Professor Dr. Gerd Glaeske vom Bremer Zentrum für Sozialpolitik seit drei Jahren sämtliche Arzneimittelverordnungen der GEK-Versicherten unter die Lupe nehmen. Die Erkenntnisse will er zur Verbesserung von Qualität und Effizienz nutzen. Wie das aussieht, hat er schon gezeigt: Er hetzte Praxen in Westfalen die Ärztekammer auf den Hals, die prompt die Dauermedikation von 300 Patienten mit Psychopharmaka zur Klärung anforderte. Wir wollten wissen, was Hebel sonst noch vorhat. Die Fragen stellte Karl H. Brückner, MT-Hauptstadtbüro.

Medical Tribune: Ihr Motto heißt "Daten für

Taten". Im "Fall Westfalen- Lippe" haben Sie damit Ernst gemacht. Mit welchen weiteren Taten müssen denn die Ärzte noch rechnen?

Dieter Hebel: Wir haben KVen ausfindig gemacht, in denen Ärzte überdurchschnittlich viele teure Generika verschreiben. Wir werden die Ärzte in diesen Regionen jetzt ansprechen und suchen nach einer Begründung für diese sehr teuren Verordnungen.

Medical Tribune:

Prof. Glaeske hat in seiner Analyse des Verordnungsgeschehens bei GEK-Versicherten nicht nur Anhaltspunkte für Fehl- und Über-, sondern auch für Unterversorgung gefunden. So sieht er Hinweise auf Unterversorgung von Frauen bei der Diabetes-

Therapie, bei...

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