Rote-Hand-Brief komplett ignoriert: Risikopatienten wird weiter Diclofenac verschrieben

Autor: Michael Brendler

Entgegen der Warnung verordnen viele Ärzte weiterhin Diclofenac. Entgegen der Warnung verordnen viele Ärzte weiterhin Diclofenac. © adragan – stock.adobe.com

Vor sechs Jahren verbot die Europäische Arzneimittel-Agentur für kardiovaskuläre Risiko­patienten Diclofenac. Doch wer hält sich daran?

Interpretationsspielräume ließ der Rote-Hand-Brief vom Juli 2013 eigentlich keine. Das kardiovaskuläre Risiko von Diclofenac, hieß es darin, sei keienswegs niedriger als das von Coxiben. Deshalb dürfe man das Arzneimittel ebenfalls nicht an Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz (NYHA* II–IV), ischämischen Herzproblemen, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder zerebrovaskulärem Leiden verschreiben.

Oliver­ Scholle­ vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen und seine Kollegen wollten nun wissen, wie viele der Empfänger der Anweisung Folge leisteten. Deshalb ver­glichen sie die Verschreibungszahlen von Diclofenac bei sämtlichen hierzulande...

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