Schicken Ärzte Krebspatienten in den Tod?

Autor: ebe

Eine neue Studie wirft ein schlechtes Licht auf den

 

Ausbildungsstand onkologisch tätiger Ärzte in Deutschland: Über 500 Patienten mit kolorektalen Tumoren, so errechneten die Autoren, müssen jedes Jahr sterben, weil ihnen die adjuvante Chemotherapie vorenthalten wurde. Und das, obwohl deren Nutzen klar belegt ist und schon lange Eingang in Konsensusempfehlungen gefunden hat. Mehr zu Diagnostik und Therapie von Malignomen in unserem Curriculum.

Jedes Jahr treten in Deutschland 52 000 kolorektale Karzinome neu auf. Rund 30 % davon befinden sich im Stadium III, in dem lokale Lymphknoten befallen sind, aber noch keine Fernmetastasen existieren. Seit über zehn Jahren existieren Konsensusempfehlungen, wonach in diesem Stadium neben der Operation eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden sollte. Doch lediglich 63,4 % erhalten die empfohlenen zytostatischen Medikamente, wie eine aktuelle Auswertung von 1001 dokumentierten Krebsfällen aus 74 deutschen Kliniken und Arztpraxen des Jahres 1998 zeigt.

Nutzen auch im Alter belegt

Unter der Annahme eines Überlebensvorteils von nur 10 % sterben vorsichtig geschätzt rund 530 Darmkrebskranke,...

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