Schlaganfall vom Magenkeim

Jetzt ist der Magenteufel also auch in die Schlaganfall-Pathogenese verwickelt: Darauf lässt eine aktuelle italienische Studie schließen, die 138 Patienten mit gefäßbedingtem Schlaganfall, 61 Patienten mit kardioembolischem Insult und 151 gesunde Kontrollpersonen einbezog.

Obwohl in puncto Helicobacterprävalenz insgesamt mit 71 %, 64 % bzw. 70 % keine entscheidenden Unterschiede zwischen den Gruppen bestanden, fand sich eine besonders bösartige Variante des Keims bevorzugt in der Gefäß-Apoplex-Gruppe. Für das Cytotoxin-assoziierte Gen A (CagA) positive Stämme lagen in diesem Kollektiv zu 43 % vor, in den anderen beiden Gruppen nur zu 20 % bzw. 18 %. Indem er Cytotoxin produziert, schädigt der aggressive Helicobacter-Typ vulnerable Stellen der Gefäßwand; so fördert er Arteriosklerose, Plaqueinstabilität und letztlich den Schlaganfall, folgern die Autoren in "Circulation".

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