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Schützt Vitamin K vor einem frühzeitigen Tod?

Autor: Dr. Daniela Erhard

Möglicherweise liegt der Effekt nur in der allgemein gesünderen Ernährung mit viel Salat und Spinat begründet. Möglicherweise liegt der Effekt nur in der allgemein gesünderen Ernährung mit viel Salat und Spinat begründet. © iStock/Gargonia
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Vitamin K steckt in einer Menge gesunder Lebensmittel, allen voran in Salat und Spinat. Liegt es daran, dass Personen mit höheren Vitamin-K-Spiegeln seltener an Herzerkrankungen leiden?

Ein schlechter Vit­amin-K-Status erhöht offenbar das Sterberisiko von Älteren. Grundlage dieser Aussage bildet eine neue Metaanalyse US-amerikanischer Forscher, die die Daten von knapp 3900 Personen im mittleren Alter von 65 Jahren aus drei US-Studien­kohorten ausgewertet hatten.

Die Wissenschaftler registrierten während eines medianen Zeitraums von 13 Jahren über 850 Herzerkrankungen, wobei der Vitamin-K-Status der Teilnehmer keinen deutlichen Einfluss zu haben schien. Mehr als 1200 Personen starben, wobei die Gefahr für jene mit Vitamin-K1-Werten von ≤ 0,5 nmol/l um fast ein Fünftel höher lag als für Teilnehmer mit Werten > 1 nmol/l. Personen mit Spiegeln innerhalb dieses Bereichs hatten dagegen kein höheres Sterberisiko als die Probanden mit den höchsten K1-Konzentrationen.

Vielleicht steckt die Lösung im Salat

Ein kausaler Zusammenhang sei damit jedoch nicht bewiesen. Möglicherweise schützt Vitamin K die Gefäße vor Kalziumablagerungen, vermuten die Autoren. Oder Menschen mit höheren Spiegeln leben einfach gesünder, steckt Vit­amin K doch beispielsweise in Salat, Spinat und Kohl.

Quellen:
1. Pressemitteilung der Tufts University
2. Shea MK et al. Am J Clin Nutr 2020; 111: 1170-1177; DOI: 10.1093/ajcn/nqaa082

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