Sind die Grasmilben daran schuld?

Frage von Dr. Hans Konietzko,

 

Facharzt für Innere Medizin,

 

Neustadt:
Meine 66-jährige Patientin mit bekannter Penicillinallergie leidet unter einem rezidivierenden Erysipel am rechten Unterschenkel. Sie gibt an, dass die Rezidive nach Einstichen von "Grasmilben" auftreten. Repellenzien konnten die Stiche nicht verhindern. Erysipel und septische Temperaturen waren jeweils durch Roxythromycin und Antipyretika beherrschbar. Ist die prophylaktische Langzeitgabe eines Antibiotikums während der Grasmilbenzeit sinnvoll?

Antwort von Dr. Marc Alexander Ebisch,

Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie,

Universitätsklinik Rostock:
Ohne den klinischen Untersuchungsbefund der Patientin sind differenzialdiagnostische Erwägungen sehr schwierig. Ob es sich jeweils um ein echtes Erysipel gehandelt hat, kann nicht sicher beantwortet werden. Hinweisend scheinen zwar die septischen Temperaturen, allerdings sind die klinischen Differenzialdiagnosen mannigfaltig.

Auch ein Stauungsekzem rezidiviert gerne, und eine Hypodermitis kann ein Erysipel regelrecht imitieren. Allergische Kontaktekzeme können genauso wie Austrocknungsekzeme rezidivieren und einem Erysipel gleichen. Letztlich muss auch wegen einer...

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