Todeskandidat darf seine Leber nicht spenden

Autor: AFP

Ein zum Tode verurteilter US-Häftling, der seiner kranken Schwester die Leber spenden wollte, ist mit seinem Antrag auf Aufschub seiner Hinrichtung gescheitert. Der 40-jährige Gregory Scott Johnson sollte am 25.5. gegen 00.01 Uhr Ortszeit (06.01 Uhr MESZ) mit einer Giftinjektion hingerichtet werden, wie der Gouverneur des Bundesstaates Indiana mitteilte.

Johnson hatte am Montag den Antrag bei den Behörden des US-Bundesstaates Indiana eingereicht. Bei Johnsons Schwester war drei Wochen zuvor eine schwere Leberentzündung, die nicht durch Alkohol hervorgerufen wird, häufig aber durch Diabetes.

Den Ärzte zufolge würde eine Lebertransplantation ihre Überlebenschancen erhöhen, vor allem, wenn das Organ von einem engen Angehörigen stammt. Eine Transplantation nach der Hinrichtung ist nicht möglich: Die Spritze würde die Organe vergiften. In einem Interview in der vorvergangenen Woche hatte Johnson betont, ihm gehe es mit seinem Antrag nicht um das eigene Leben. Er wolle nur seiner Schwester "geben, was sie braucht". Johnson war 1986 zum Tode...

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