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Hypertonie Training toppt Tabletten

Autor: Dr. Elke Ruchalla

Die körperliche Aktivität führte dazu, dass der mittlere systolische Druck im Vergleich zur Kontrollgruppe um 7,1 mmHg sank (primärer Endpunkt). Die körperliche Aktivität führte dazu, dass der mittlere systolische Druck im Vergleich zur Kontrollgruppe um 7,1 mmHg sank (primärer Endpunkt). © iStock/SelectStock
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Bringen Medikamente den erhöhten Blutdruck nicht oder nur mit Mühe runter, kann ein mehrwöchiges moderates Sportprogramm helfen.

Zwölf Wochen dauerte das Sportprogramm, das 26 der 53 Teilnehmer einer portugiesischen Studie absolvierten. Die übrigen 27 galten als Kontrollgruppe. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 60 Jahren. Alle litten an einer therapieresistenten Hypertonie. Darunter verstanden die Forscher einen mittleren systolischen Druck ≥ 130 mmHg in der 24-Stunden-Messung und/oder mindestens 135 mmHg am Tag – und zwar unter der Einnahme von mindestens drei Antihypertensiva. Alternativ war ein mit mindestens vier Präparaten gut eingestellter Druck möglich.

Der Sport umfasste drei angeleitete 40-minütige Einheiten pro Woche, in denen ein aerobes Training mit moderater Intensität anstand. Die körperliche Aktivität führte dazu, dass der mittlere systolische Druck im Vergleich zur Kontrollgruppe um 7,1 mmHg sank (primärer Endpunkt).

Die Interventionsgruppe profitierte auch bei den sekundären Endpunkten. Dazu zählten u.a. mittlerer diastolischer Druck (-5,1 mmHg), systolischer Praxisblutdruck (-10 mmHg) und kardiorespiratorische Fitness. „Nebenwirkungen“ gab es quasi keine: Zwei Patienten klagten anfänglich über Hüft- und Knieschmerzen, zwei weitere über leichtes Schwindelgefühl.

Quelle: Lopes S et al. JAMA Cardiol 2021; DOI: 10.1001/jamacardio.2021.2735

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