Übergewicht hat auch dramatische Auswirkungen auf das menschliche Gehirn

Autor: Anke Zens

Wir essen zu viel, zu fett und das Falsche. Darunter leiden nicht nur Herz-Kreislauf-System und Gelenke – unser Verhalten hat auch verheerende Auswirkungen auf das Gehirn. Eine manifeste Demenz ist nur schwer behandelbar. Der neurodegenerative Prozess beginnt aber meist schon Jahrzehnte vor dem Auftreten der ersten Symptome und kann – bis zu einem gewissen Maße – aufgehalten werden. Deshalb ist es wichtig, persönliche Risikofaktoren zu kennen und günstig zu beeinflussen. Eine Möglichkeit: Ernährung nach der Mediterranen Diät.

Die Risiken, eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln, lassen sich einteilen in nicht beeinflussbare (genetisch determinierte) und beeinflussbare Risikofaktoren. Zu letzteren – den sogenannten Lifestyle-Faktoren – gehören Hypertension, Diabetes mellitus und Schädel-Hirn-Traumen, aber vor allem auch Übergewicht und reduzierte körperliche Aktivität.

Die Ernährung hat sich in den westlichen Ländern in den letzten Dekaden dramatisch verändert. „Wir nehmen immer mehr an Gewicht zu“, sagt Professor Dr. Michael Heneka, Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neurowissenschaften an der Neurologischen Klinik der Universität Bonn.

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