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Bei entzündungsbedingten Schmerzen kommen häufig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Doch die Einnahme von NSAR – insbesondere, wenn diese längerfristig erfolgt – ist für Patienten mit erheblichen Risiken verbunden. Eine sichere und verträgliche Option bei Entzündungen und Schmerzen des Bewegungsapparates* bietet die systemische Enzymtherapie: Sie greift mit proteolytischen Enzymen ursächlich in das Entzündungsgeschehen ein und aktiviert den körpereigenen Heilungsprozess.

Die Anwendungsdauer von NSAR muss ohne anderslautende ärztliche Empfehlung auf den in der Packungsbeilage oder vom Apotheker genannten Zeitraum begrenzt werden. Mit dieser Information werden rezeptfreie NSAR seit Inkrafttreten der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung in 2018 versehen. Der verpflichtende Warnhinweis trägt den vielfältigen Risiken Rechnung, welche mit der Einnahme von NSAR eingehergehen. Diese sind vor allem Patienten oft nicht bewusst, weshalb NSAR nicht nur zu den häufig eingesetzten, sondern auch den am meisten nachgefragten Arzneimitteln zählen. Grund dafür ist ihre kombinierte analgetische und antiphlogistische Wirksamkeit sowie der rasche Wirkeintritt nach oraler Einnahme. Auch ihr breites Indikationsspektrum bedingt eine häufige Verwendung: Sie werden bei Fieber und Schmerzen unterschiedlicher Genese eingesetzt und gehören bei akuten wie chronisch-entzündlichen Prozessen im Bewegungsapparat ebenfalls zur Standardtherapie.1,2

NSAR nicht für jeden Patienten verträglich

Nebenwirkungen von NSAR manifestieren sich vorrangig im Magen-Darm-Trakt: Schleimhautläsionen und Magen-Darm-Blutungen sind – vor allem bei längerfristiger Anwendung – mögliche Folgen, die im äußersten Fall sogar tödlich enden können. Auch eine Erhöhung des kardiovaskulären Risikos ist für einige NSAR belegt.3 Hinzu kommen diverse Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie Glucocorticoiden, Antidepressiva oder Antihypertensiva. Besonders risikoreich ist die NSAR-Gabe bei älteren multimorbiden Patienten oder Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen von Niere und Leber.4

Gleichgewicht im Zytokinnetzwerk

Eine verträgliche, effektive und sichere Option bei muskuloskelettalen Erkrankungen* bietet die systemische Enzymtherapie: Sie wirkt im Zytokinnetzwerk und somit direkt am Ursprung des Entzündungsgeschehens. An der Steuerung von Entzündungsprozessen sind maßgeblich pro- und antiinflammatorische Zytokine beteiligt, welche die Entzündungsreaktion fördern oder hemmen. Die beiden Zytokingruppen liegen in einem bestimmten Verhältnis zueinander vor. Ihre Balance ist im Falle akuter oder chronischer Entzündungen gestört. Um die Immunreaktion zum Abklingen zu bringen, ist eine Wiederherstellung des Gleichgewichts der Zytokine erforderlich. Diese Aufgabe erfüllt die systemische Enzymtherapie (Wobenzym® ) mit proteolytischen Enzymen – einer Kombination aus Bromelain, Trypsin und dem Flavonoid Rutosid. Diese Enzyme binden sich im Blut an das Molekül Alpha-2-Makroglobulin, einem Akute-Phase-Protein, und überführen es in seine aktive Form. In dieser kann es die überschüssigen Zytokine irreversibel binden und die Imbalance wieder ausgleichen.

Die systemische Enzymtherapie unterstützt und beschleunigt auf diese Weise den körpereigenen Heilungsprozess und bekämpft die den Schmerzen zugrundeliegende Entzündung. Zugleich haben die proteolytischen Enzyme, insbesondere Bromelain, eine antiödematöse Wirkung, wodurch schmerzhafte Beschwerden ebenfalls gelindert werden.

Studien analog NSAR belegen Verträglichkeit und Wirksamkeit der Enzymtherapie

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der systemischen Enzymtherapie wurde in mehreren Studien unter Beweis gestellt, unter anderem in einer Metaanalyse mit über 750 Gonarthrose-Patienten. Hier zeigte sich eine mit NSAR vergleichbare Wirksamkeit bei überlegener Verträglichkeit:5 Studienabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen wurden in der NSAR-Gruppe auffallend häufiger dokumentiert. Die Leberwerte (AST, ALT, GGT) verschlechterten sich unter Diclofenac bei 72,6 % der Teilnehmer, hingegen nur bei 28,2 % der enzymtherapierten Teilnehmer.

Durch ihr gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil eignet sich die systemische Enzymtherapie im Unterschied zu NSAR zur Langzeittherapie. Sie kann begleitend zu NSAR eingesetzt werden, ist aber auch als Monotherapie wirksam. Häufig ist durch ihren Einsatz die sukzessive Reduktion der NSAR-Einnahme möglich.

Weichteiltraumata bei Sportlern

1 AWMF online: Koxarthrose. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und des Berufsverbandes
2 AWMF online: Gonathrose. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und beteiligter Fachgesellschaften, 2018.
3 European Medicines Agency (EMA): New safety advice for diclofenac. EMA/592685/2013.
4 www.leitlinien.de/nvl/html/kreuzschmerz/kapitel-6 [abgerufen am 02.09.2019]
5 Ueberall MA et al. Journal of Pain Research 2016, 9: 941-961.

* Als Folge von Verletzungen und verschleißbedingten Gelenkentzündungen (aktivierten Arthrosen) und Weichteilrheumatismus.