Vergessen Sie den Rheumastatus!

Autor: CG

„Da machen wir einen Rheumastatus.“ Bei solchen Projekten sträuben sich Fachleuten die Nackenhaare. Unsinnig und unwirtschaftlich, schimpft Professor Dr. Peter Herzer aus München auf die „Rheumalatte“. Widerstehen Sie den Verführungen des Labors – lautet sein Appell.

 

Gerade in der Rheumatologie haben Anamnese und klinischer Befund einen riesigen diagnostischen Stellenwert, während man das Labor eher klein schreiben sollte, erklärte der Internist beim 40. Kongress der BÄK Nordwürttemberg. Unfug wird bekanntlich gern mit der Borrelienserologie getrieben. Nur bei intermittierender Monarthritis im Knie hat der Laborbefund hohe Aussagekraft, der positive prädiktive Wert beträgt 95 %. Schon bei Oligoarthritis sinkt dieser Wert auf 68 %, um bei unspezifischen „Rheuma-Beschwerden“ auf klägliche 16 % zu fallen. Laborbefund wertlos, mit anderen Worten.

Rheumafaktor völlig überflüssig
Um Gelenkschmerzen – auch die Frage „Arthritis oder Arthrose?“ – zu klären,...

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