Virale ZNS-Infektionen: unbedingt Erreger nachweisen

Autor: fg

Virale Meningitiden haben in der Regel einen gutartigen Verlauf. Bei Enzephalitiden und Myelitiden hingegen ist die Prognose ungünstiger – ganz besonders, wenn sie als opportunistische Infektionen bei immunsupprimierten Patienten auftreten. In Mitteleuropa kann eine Vielzahl von Viren dafür verantwortlich sein.

Ganz wesentlich zur Einordnung viraler ZNS-Infektionen ist die Anamnese: Tierkontakte (FSME, LCMV; Nagetiere, d.h. Kleintierzüchter, Labormitarbeiter), West-Nile-Virus (WNV, durch Moskitos von Vögeln übertragen), saisonale Manifestation (FSME, Enteroviren), Immunschwäche (CMV, JCV, EBV, VZV), Reiseanamnese (z.B. Toskana-Virus, WNV, japanische Enzephalitis [JEV]). Bei manchen Viren kann es zu einem rezidivierenden/chronischen Verlauf kommen (z.B. HSV-2, HIV-1, CMV, VZV, aber auch bei EBV oder Echoviren), so Dr. Brigitte Storch-Hagenlocher, Heidelberg.

Die viralen ZNS-Erkrankungen verlaufen meist zweiphasig: Voran geht ein fieberhafter Infekt mit Unwohlsein, Arthalgien und Myalgien. Nach Tagen...

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