Warum können Blinde sehen?

Eigentlich gilt der Patient als blind, seine Sehrinde ist schwer geschädigt, sein Gesichtsfeld nach klinischen Kriterien ausgefallen. Trotzdem bewegt er sich, ohne irgendwo anzustoßen. Wie kann das sein?

 

Vor 25 Jahren wurde erstmals ein Patient beschrieben, der mit Gesichtsfeldarealen „sehen“ konnte, die laut Perimetriebefund ausgefallen waren. Im letzten Jahr berichtete die niederländische Psychologin Professor Dr. Beatrice De Gelder über einen Mann, der nach beidseitigen okzipitalen Hirninfarkten unter kortikaler Blindheit litt. In beiden Gesichtshalbfeldern konnte er nichts bewusst wahrnehmen. Ein intakter visueller Kortex war nach den Ergebnissen der strukturellen und funktionellen Bildgebung ausgeschlossen. Dennoch konnte er einen Hindernis-Parcours ohne Kollisionen absolvieren (www.beatricedegelder.com/documents/Filmato.wmv).

Erste Hinweise, wie so etwas möglich ist, liefern...

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