Was stoppt den Leberfraß?

Frage von Dr. G. A. Dubouis,
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Singen:

Bei meiner jetzt 63-jährigen Patientin wurde vor zwei Jahren anhand einer Leberbiopsie histologisch der dringende Verdacht auf eine nicht eitrige destruierende intrahepatische Cholangitis gestellt. Neben diätetischen Maßnahmen wird die Patientin mit Ursodeoxycholsäure behandelt. Sehr beunruhigend für mich ist der kontinuierliche Anstieg der Cholestaseparameter (AP 1002, GGT 325) bei einer weiterhin klinisch vollkommen unauffälligen Patientin.

Besteht die Möglichkeit, den Verlauf der Erkrankung zu stoppen? Ist der Einsatz von Kortison, Immunsuppressiva oder Interferon sinnvoll? Sollte eine Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden?

Antwort von Professor Dr. Adolf Stiehl,
Innere Medizin,
Universitätsklinik,
Heidelberg:

Die Diagnose der nicht eitrigen destruierenden Cholangitis (Synonym: primär biliäre Zirrhose, Abkürzung PBC) gründet sich im vorliegenden Fall einerseits auf die Leberhistologie mit dem Nachweis einer "granulomatösen Entzündung mit minimalen floriden Gangläsionen und portaler Fibrose" andererseits auf die klassische Labor-Konstellation von erhöhter Gamma-GT und AP, positiven AMA und erhöhtem IgM bei gering erhöhten Transaminasen.

Typischerweise sind bevorzugt Frauen mittleren Alters betroffen, die Erkrankung kann aber auch bei Männern und in jedem Alter auftreten. Häufig leiden die Patienten unter...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.