Was treibt die AP in die Höhe?

Frage von Dr. Michael Sonneck,
Arzt für Innere Medizin,
Düsseldorf:

Eine 58-jährige Patientin wird von mir wegen ihrer Hypercholesterinämie mit Simvastatin behandelt. Bei einer Routinelaborkontrolle fiel erstmals im September 1999 ein isolierter Anstieg der AP auf. Die anschließende Bestimmung der Isoenzyme ergab eine deutliche Erhöhung der Dünndarm-Phosphatase.

Die Patientin ist subjektiv völlig beschwerdefrei, die Anamnese unauffällig. Die weiterführende Diagnostik (gyn. Untersuchung, Knochenszintigramm, Oberbauchsonografie, Abdomen-CT, PTH-, Vit.-D3-Bestimmung) war sämtlich o.B., eine Hyperthyreose wurde ausgeschlossen. Gibt es weitere Maßnahmen zur Abklärung? Anm. d. Red.: Dem Experten lagen Befundberichte vor.

Antwort von Professor Dr.
Wolfgang F. Caspary,
Medizinische Universitätsklinik,
Frankfurt:

Beim Gesunden stammt die im Serum messbare Gesamt-AP überwiegend aus der Leber und den Knochen. Etwa 25 % gesunder Patienten haben auch eine messbare Dünndarm-AP mit einer Aktivität von 10 % der Gesamt-AP. Die Aktivität nimmt nach der Nahrungsaufnahme zu, denn die Darm-AP gelangt lymphogen über den Ductus thoracicus in das Blut. Dort bindet sie an die Erythrozytenmembran, vorwiegend von Personen der Blutgruppen A und AB, weniger von denjenigen mit Blutgruppe B und/oder 0. Bei Letzteren ist deshalb die Aktivität im Serum gut messbar. Erhöhte Aktivitäten der Dünndarm-AP bei Patienten aller Blutgruppen...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.