Virtuelle Kognitionsbooster Webbasierte Programme stärken geistige Fitness
Digitale Lebensstilinterventionen fördern die Kognition
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Eine britische Studie untersuchte die Wirksamkeit einer niedrigintensiven, vollständig webbasiert durchgeführten Lebensstilintervention. Mit der speziellen Maßnahme sollten soziale Vernetzung, Aktivität, gesunder Lebensstil und der eigenverantwortliche Umgang mit chronischen Krankheiten bei Personen mit subjektiver oder leichter kognitiver Beeinträchtigung gefördert werden.
An dem Programm nahmen 374 Personen mit kognitiven Problemen, aber ohne Demenz teil. Auf dem Plan standen regelmäßige Videochats in der Gruppe über sechs Monate sowie Einzelgespräche, bei denen individuelle Ziele vereinbart wurden. Hinzu kamen informelle Onlinetreffen über zwölf Monate. Die 372-köpfige Kontrollgruppe erhielt lediglich eine kurze schriftliche Information zur Demenzprävention.
Nach zwei Jahren gab es leichte Verbesserungen
Nach 24 Monaten hatte sich die geistige Leistungsfähigkeit, gemessen mit einer neuropsychologischen Testbatterie, in beiden Studienarmen erhöht. Die Verbesserungen fielen in der Interventionsgruppe etwas stärker aus, erreichten im Vergleich zu den Kontrollpersonen aber keine Signifikanz.
Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass sich außerhalb eines klinischen Umfelds ohne Weiteres eine leicht zugängliche Unterstützung für Menschen mit Gedächtnisproblemen etablieren lässt, betont das Autorenteam. Die erzielten Effekte ähneln denen, die sich auch mit hochintensiven Lebensstilinterventionen erreichen lassen.
Quelle: Demnitz-King H et al. Lancet Healthy Longev 2025; 10: 100777; doi: 10.1016/j.lanhl.2025.100777