Wegen Kopfstoß gleich zum Psychiater?

Autor: Dr. Dorothea Ranft, Foto: picture-alliance/dpa

Christoph Kramer musste im WM-Finale 2014 vom Feld – Diagnose: SHT.© picture-alliance/dpa

Selbst bei einem einzigen leichten Schädel-Hirn-Trauma kann es offenbar zu bedeutsamen Langzeitfolgen kommen. Noch Jahre später lassen sich bei manchen Patienten Störungen der kognitiven und emotionalen Funktion nachweisen. Ein Experte erläutert, wie Sie derartige Defizite aufspüren und behandeln können.

Das leichte Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist mit einer jährlichen Inzidenz von 100–300/100 000 eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, aber schon bei der Defini­tion sind sich die Experten keineswegs einig.

Allgemein akzeptierte klinische Kriterien zur Einteilung der SHT-Schweregrade gibt es nicht. Allgemein geht man von einem leichten SHT aus, wenn nach stumpfer Gewalteinwirkung mit Akzeleration, Dezeleration oder Rotation des Kopfes eine vorübergehende – quantitative oder qualitative – Bewusstseinsstörung auftritt.

Dabei darf die Bewusstlosigkeit maximal 30 Minuten anhalten und die posttraumatische (anterograde) Amnesie höchstens 24 Stunden umfassen. Der 30 Minuten nach dem Trauma...

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