Wie lange antikoagulieren und komprimieren?

Frage von Dr. Dieter Feldmann,

 

Facharzt für Allgemeinmedizin,

 

Bad Lauterberg:
Bei einem Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose des Unterschenkels besteht nach dreimonatiger Antikoagulation duplexsonographisch kein Hinweis mehr auf ein Strömungshindernis. Ist es tatsächlich gerechtfertigt, die Marcumartherapie jetzt abzusetzen und für sechs Monate Kompressionsstrümpfe zu empfehlen?

Antwort von Dr. Michael Offermann,

Gemeinschaftspraxis

für Gefäßkrankheiten,

Essen:
Nach einer 1999 veröffentlichten Studie von Brantjes aus dem Thromboseforschungsinstitut Amsterdam war u.a. die Abhängigkeit des Spätschadens von der Intensität abhängig, mit der die Kompressionstherapie mittels Kompressionsstrümpfen durchgeführt wurde. Bei konsequentem Tragen von Kniekompressionsstrümpfen der Klasse 2 lag die klinische Ausprägung des postthrombotischen Syndroms (PTS) bei allen Patienten bei nur ca. 50 % im Vergleich zu denen, die frühzeitig die Kompressionstherapie verlassen hatten.

Natürlich ist die statistische Wahrscheinlichkeit eines PTS ebenso abhängig vom Ausdehnungsgrad der...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.