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Darmkrebs-OP Ballaststoffe reduzieren Komplikationen

Autor: Dr. Daniela Erhard

Ein paar mehr Ballaststoffe essen und der Darm geht gestärkt in die OP. Ein paar mehr Ballaststoffe essen und der Darm geht gestärkt in die OP. © Poligoone – stock.adobe.com
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Das Risiko für Komplikationen nach einer Darmkrebs-OP lässt sich durch die Ernährung beeinflussen. Darauf weisen aktuelle Daten hin. Ballaststoffe scheinen eine schützende Wirkung zu haben.

Nach der Resektion eines Kolorektalkarzinoms treten nicht selten Probleme auf. In einer Studie der Forscher um Dr. Dieuwertje­ Kok von der Universität Wageningen kam es bei fast 400 von 1.400 operierten Patienten zu Anastomoseninsuffizienzen, Wundinfektionen, Ileus oder anderen Zwischenfällen. Dies betraf häufiger Männer, Raucher und Patienten mit Tumor im Rektum, neoadjuvanter Behandlung oder schwerer Allgemeinerkrankung.

Frauen profitieren stärker als Männer

Unabhängig davon waren Komplikationen unwahrscheinlicher, wenn sich die Patienten zuvor ballaststoff­reicher ernährt hatten. Pro 10 g Fasern pro Tag sank die Gefahr für entsprechende Probleme um etwa ein Viertel. Verglichen mit Personen, deren Ballaststoffaufnahme im unteren Drittel lag, hatten diejenigen im oberen Drittel ein 28 % geringeres Risiko für Komplikationen. Auf das Auftreten einer Anastomoseninsuffizienz hatte dieser Faktor aber offenbar keinen Einfluss.

Vor allem Frauen schienen von einer faserreichen Kost zu profitieren. Bei ihnen reduzierte sich die Gefahr für postoperative Probleme um 36 %. Bei den Männern ergab die Analyse zwar auch ein Minus von immerhin 21 %, für einen statistisch signifikanten Unterschied reichte dies aber nicht.

Quelle: Kok DE et al. JAMA Surg 2021; DOI: 10.1001/jamasurg.2021.2311

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