Bei Älteren entzünden sich die Sinus paranasales anders

Autor: Dr. Susanne Gallus

Ältere Patienten sprechen nicht so gut auf übliche Steroid-Nasensprays an. © Fotolia/Afshar Tetyana

Ältere mit chronischer Sinusitis sprechen vermutlich schlechter auf eine Steroidtherapie an als jüngere Patienten. Denn bei ihnen werden andere Zytokine ausgeschüttet.

Für gewöhnlich weisen Patienten mit chronischer Sinusitis Th2-assoziierte Zytokine im Mucus auf. Allerdings gilt dies nur, wenn die Betroffenen nicht älter als 60 Jahre sind, wie eine Studie der Vanderbilt-Universität zeigt. Die Ü60er unter den 147 untersuchten Erwachsenen hatten im Gegensatz zu den jüngeren erhöhte Level für IL-1β, IL-6, IL-8 und TNF-α.

Bisherige Therapie muss überdacht werden

Diese sind mit Neutrophilie sowie bakterieller Infektion und Kolonisation assoziiert, schreiben der HNO-Arzt Dr. Justin­ C. Morse­ vom Vanderbilt University Medical Center und Kollegen. Je älter die Männer und Frauen waren, desto ausgeprägter war die spezifische Verteilung der 17 getesteten Mucus-Zytokine und Entzündungsmediatoren.

Das könnte ein Problem für die Therapie bedeuten, mutmaßen die Wissenschaftler. Denn es sei durchaus möglich, dass ältere Patienten deshalb weniger gut auf die üblichen Steroid-­Nasensprays ansprechen.

OP bei Oldies ebenfalls weniger erfolgreich

Derzeit versuchen die Wissenschaftler, altersgerechte Alternativen zu entwickeln. Übrigens scheinen auch Nasennebenhöhlen-OP bei den Ü60ern weniger effektiv zu sein. Hierfür sprechen vorläufige Daten der Forscher. Dieses Ergebnis stützt die Hypothese, dass sich die Krankheit je nach Alter der Patienten unterschiedlich darstellt.

Quelle: Pressemitteilung – Vanderbilt University Medical Center