Bei blutenden Hämorrhoiden ist eine OP oft die letzte Option

Autor: Kathrin Strobel

Nur wenige OP-Verfahren werden in der Leitlinie tatsächlich empfohlen. © iStock/Doucefleur

Asymptomatische Hämorrhoiden werden in der Regel nicht-invasiv behandelt. Ist das Leiden allerdings schwerer und schlägt die konservative Therapie nicht an, muss häufig operiert werden. Dabei spielt die Wahl des OP-Verfahrens eine entscheidende Rolle.

Je nach Patientenverfassung und Ausprägungsgrad der Hämorrhoiden (s. Tabelle) kommen unterschiedliche operative Techniken infrage. Die Auswahl wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, u.a. davon, ob nur einzelne Abschnitte (segmentär) oder der gesamte Umfang des Anus (zirkulär) betroffen ist. Zu den konventionellen segmental resezierenden Verfahren zählen

  • die offene Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan,
  • die geschlossene Hämorrhoid­ektomie nach Ferguson,
  • die subanodermale Hämorrhoid­ektomie nach Parks.

Diese drei Techniken sind laut Leitlinie als gleichwertig anzusehen. Bei der Durchführung des Milligan-Morgan- und des Ferguson-Verfahrens sollen bipolare Klemmen bzw. Scheren und das...

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