Bei Kindern mit Steatohepatitis Zucker reduzieren

Autor: Kathrin Strobel

Soll es der Leber des Kindes besser gehen, sind zuckerhaltige Naschereien tabu. © iStock.com/ClarkandCompany

Wer bereits in jungen Jahren eine nicht-alkoholische Fettleber hat, profitiert von einem weitgehenden Verzicht auf freie Zucker.

Vierzig Jungen im Alter von 11–16 Jahren mit nicht-alkoholischer Fettleber nahmen an der randomisierten Open-Label-Studie teil. Über acht Wochen ernährte sich die eine Hälfte von ihnen wie gewohnt, die andere zuckerarm. Im Fokus stand die Reduktion freier Zucker wie Glukose, Fruktose und Saccharose auf weniger als 3 % der täglichen Kalorienmenge. Zu Beginn hatten die Jungen in beiden Gruppen:

  • eine Protonendichte-Fett-Fraktion von mindestens 10 %
  • Serumkonzentrationen der Alanin-Aminotransferase ≥ 45 U/L
  • im Schnitt einen BMI über 32
  • einen Taillenumfang ≥ 107 cm
  • einen Zuckerkonsum, der 10 bzw. 11 % der täglichen Kalorienmenge entsprach

Bei den Jungen mit zuckerreduzierter Diät verringerte sich im CT die Steatose von durchschnittlich 25 auf 17 %. In der Kontrolle blieb der Wert annähernd gleich (21 vs. 20 %). Dies ergab einen adjustierten Unterschied von -6,23 % zwischen den Gruppen in Woche 8.

Leberwerte besserten sich deutlich

Auch die Alanin-Aminotransferase-Konzentrationen verringerten sich bei den Fastenden deutlich – und zwar von 103 U/L auf 61 U/L. Nebenwirkungen oder unerwünschte Ereignisse traten während der Studie nicht auf, 90 % der Teilnehmer hielten sich an den Diätplan. Die Ergebnisse seien vorläufig, betonen Dr. Jeffrey B. Schwimmer­ von der University of California und seine Kollegen. Die weitere Forschung müsse zeigen, welche Effekte sich auf lange Sicht erreichen lassen.

Quelle: Schwimmer JB et al. JAMA 2019; 321: 256-265