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Ein Eis bedeutet eine Stunde Joggen: Neues Label hilft beim Kaloriensparen

Autor: Michael Brendler

Wenn man weiß, was es braucht, um die einverleibte Kalorienbombe wieder loszuwerden, vergeht dem ein oder anderen womöglich die Lust daran. Wenn man weiß, was es braucht, um die einverleibte Kalorienbombe wieder loszuwerden, vergeht dem ein oder anderen womöglich die Lust daran. © iStock/Tijana87
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Viele Menschen verstehen nicht, was die Kalorienangaben auf den Lebensmittelverpackungen konkret für sie bedeuten. Eine Alternative könnte sein, zusätzlich die körperliche Anstrenung anzugeben, die benötigt wird, um die reingefutterten Kalorien wieder zu verbrennen.

Wie lange muss ich laufen, um die Cola abzutrainieren? Wann ist der Schokoriegel verbrannt? Bekommt der Konsument vermittelt, was der Energiegehalt einer Mahlzeit oder eines Snacks konkret bedeutet, kann ihn das von der Aufnahme überschüssiger Kalorien abhalten, haben Professor Dr. Amanda J. Daley von der Loughborough University und Kollegen mit der Auswertung von 14 Studien zum Thema gezeigt.

200 Kilokalorien am Tagweniger dank des Etiketts

Demnach lassen sich pro Mahlzeit 65 Kilokalorien einsparen, wenn die Nahrungsmittel ein sogenanntes PACE-Label – für physical activity calorie equivalent – tragen. Die meisten Menschen nehmen pro Tag drei große Mahlzeiten und zwei kleinere Snacks zu sich. Insgesamt könnte die tägliche Kalorienzufuhr also um knapp 200 Kilokalorien gesenkt werden. Viele Menschen würde es bereits vor Adipositas bewahren, wenn sie nur 100 Kilo­kalorien weniger am Tag aufnehmen, meinen die Autoren.

Allerdings warnen sie vor allzu hohen Erwartungen: Die meisten der Studien, die in die Metaanalyse eingingen, wurden im Labor oder in einer ähnlich künstlichen Umgebung durchgeführt. Man müsse nun also prüfen, ob sich die PACE-Kennzeichnung auch unter Alltagsbedingungen bewährt.

Quelle: Daley AJ et al. J Epidemiol Community Health; DOI: 10.1136/jech-2019-213216

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