Entwarnung für Paracetamol bei Morbus Meulengracht

Autor: Maria Weiß

In normalen Dosen können Morbus Meulengracht-Patienten Paracetamol ohne Probleme einnehmen. In normalen Dosen können Morbus Meulengracht-Patienten Paracetamol ohne Probleme einnehmen. © taniasv – stock.adobe.com

Der M. Meulengracht ist eigentlich eine harmlose Stoffwechselanomalie. Trotzdem wird vor einer Einnahme von Paracetamol bei diesen Patienten gewarnt – möglicherweise zu Unrecht.

Beim M. Meulengracht kommt es zu einer milden, nicht-hämolytischen Hyperbilirubinämie. In bestimmten Situationen wie Hunger, Stress oder Infektion kann das unkonjugierte, nicht an Glucuronsäure gebundene Bilirubin ansteigen und eine leichte Gelbsucht verursachen. Das Ganze ist aber bei isoliertem M. Meulengracht harmlos und bedarf keiner Therapie. Schuld daran ist i.d.R. ein Polymorphismus im Promotor des Uridindiphosphat(UDP)-Glucuronosyltransferase-Gens (UGT1A1*28).

Gestörtes Gen nicht Teil des Paracetamol-Metabolismus

Da dieses System auch an der Verstoffwechselung von Arzneimitteln beteiligt ist (Glucuronidierung), wäre es zumindest theoretisch denkbar, dass der Abbau bestimmter...

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