Anzeige

Psoriasisarthritis Frühes Auftreten der Wurstfinger spricht für schweren Phänotyp

Autor: Stephanie Käufl

Bei 81 Patienten mit früher PsA konnten Forscher sonographisch eine Daktylitis nachweisen. (Agenturfoto) Bei 81 Patienten mit früher PsA konnten Forscher sonographisch eine Daktylitis nachweisen. (Agenturfoto) © iStock/ Sebastian Frank
Anzeige

Schon im Frühstadium einer Psoriasisarthritis sollte man auf Finger und Zehen schauen. Denn wenn dann bereits Daktylitiden vorliegen, deutet das auf einen schweren Verlauf hin.

Eine Daktylitis ist so typisch für die Psoriasisarthritis (PsA), dass ihr Vorkommen Sensitivität und Spezifität der Dia­gnose erhöht. Im fortgeschrittenen PsA-Stadium geht sie meist mit radiologischen Destruktionen und Synovitiden einher. Treten Wurstfinger und -zehen schon früh auf, scheint dies ein unabhängiger Hinweis auf einen schwereren Phänotyp zu sein, so das Ergebnis einer Studie mit 177 PsA-Patienten, die bislang keine DMARD (disease-modifying anti-rheumatic drug) erhalten hatten.

Bei 81 Patienten mit früher PsA konnten Forscher sonographisch eine Daktylitis nachweisen. Insgesamt waren mehr Zehen als Finger betroffen. Im Vergleich zu den PsA-Patienten ohne Daktylitis hatten diejenigen mit Entzündung signifikant mehr schmerzhafte und geschwollene Gelenke, mehr Enthesitiden, mehr sonographisch nachgewiesene Sy­novitiden und Erosionen sowie höhere CRP-Werte.

Unabhängiger Marker für schweren Phänotyp

Die Autoren werten diese Veränderungen bei früher PsA als unabhängigen Marker für einen schweren Phänotyp, der sowohl im klinischen Alltag als auch in Studien in die Risiko­stratifizierung mit einbezogen werden sollte.

Quelle: Dubash S et al. Ann Rheum Dis 2021;  DOI: 10.1136/annrheumdis-2021-220964

Anzeige