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Pathomechanismus Gehen Rosazea und Migräne Hand in Hand?

Autor: Sabine Mattes

Insgesamt gaben 21,5 % der Rosazeapatienten eine gleichzeitige Migräne an. Insgesamt gaben 21,5 % der Rosazeapatienten eine gleichzeitige Migräne an. © iStock/AndreyPopov
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Eine Rosazea ist Plage genug, aber offenbar wird sie oft auch noch von einer Migräne begleitet. Männer scheinen dafür besonders anfällig.

Eine Rosazea ist unter anderem durch neurogene Inflammationen und neurovaskuläre Dysregulation charakterisiert – Pathomechanismen, die auch die Migräne kennzeichnen. Assoziationen zwischen den beiden Krankheiten ließen sich bereits bei postmenopausalen Frauen zeigen. Finnische Forscher prüften sie nun in einer Studie mit rund 1.900 Teilnehmern (53,7 % weiblich) aus der Northern Finland Birth Cohort 1966 Study.

Die Prävalenz der Rosazea in der Gruppe lag bei rund 15 %, am häufigsten lag ein erythematotelangiektatischer Subtyp vor (83 %), gefolgt von der papulopustulösen Variante mit 15 %. Insgesamt gaben 21,5 % der Rosazeapatienten eine gleichzeitige Migräne an. Die doppelt Erkrankten berichteten im Verhältnis öfter über das gleichzeitige Auftreten mehrerer typischer Migräne-Symptome und litten zudem deutlich stärker unter einseitigen und pochenden Kopfschmerzen.

Männer mit Rosazea tragen doppeltes Migränerisiko

Erhöht war das Risiko vor allem für die Männer: Sie hatten mit einer rund doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit eine ärztlich diagnostizierte Migräne als Teilnehmer ohne die Hautkrankheit (OR: 2,26). Für Frauen ergab sich diese Assoziation nicht. 

Quelle: Sinikumpu SP et al. Br J Dermatol 2021; 185: 1058-1060; DOI: 10.1111/bjd.20578

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