Halsschmerzen: Vor Antibiotikagabe auf Streptokokken testen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Der Peritonsillarabszess wird im Regelfall durch eine Mischinfektion von grampositiven und gramnegativen Erregern ausgelöst. Der Peritonsillarabszess wird im Regelfall durch eine Mischinfektion von grampositiven und gramnegativen Erregern ausgelöst. © wikimedia/ James Heilman, MD

Bei der akuten Streptokokkenangina steht der Nutzen einer Antibiotikatherapie außer Frage. Aber bei zahlreichen anderen Entzündungen in Larynx und Pharynx ist die Lage weniger eindeutig. HNO-Ärzte erläutern, wann die Antibiose sinnvoll ist.

Kommt ein Patient mit akuter Tonsillopharyngitis in die Praxis, gilt es vor einer möglichen Antibiotikatherapie zunächst einmal, die Wahrscheinlichkeit für eine Streptokokken-Infektion zu ermitteln. Schließlich wird diese Erkrankung in 40–80 % der Fälle durch Viren ausgelöst. Streptokokken der Gruppe A erreichen bei Kindern einenAnteil von 15–30%und bei Erwachsenen von 5–10 %, heißt es in der kürzlich überarbeiteten Leitlinie zur Antibiotika-Therapie im HNO Bereich.

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