Hausärzte liegen bei GERD oft falsch

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Anamnese, PPI-Test und Endoskopie sind so sicher wie ein Münzwurf. © fotolia/chajamp

Mehr als 12 Mio. Menschen Ieiden in Deutschland an einer Refluxkrankheit. Allen die Speiseröhre zu spiegeln oder die Funktion zu testen, wäre unrealistisch. Ein Refluxspezialist erläutert, wann eine probatorische PPI-Therapie genügt und welche Patienten mehr Diagnostik brauchen.

Allein aufgrund der Anamnese lässt sich die Diagnose Refluxkrankheit (GERD) nicht stellen. Hausärzte sind mit einer Sensitivität und Spezifität von 63 % kaum treffsicherer als ein Münzwurf, so Professor Dr. Joachim Labenz vom Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Auch der PPI-Test schneidet nicht besser ab. Selbst die Endoskopie erreicht nur eine Sensitivität von 30 %, denn 70 % der GERD-Patienten haben einen makroskopisch unauffälligen Ösophagus. Neue Techniken wie die Chromoendoskopie, welche die dia­gnostische Genauigkeit verbessern könnten, befinden sich noch im Experimentalstadium.

Impedanz-pH-Metrie weist auch nicht sauren Reflux nach

Allerdings hat die Endoskopie nach wie...

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