Kerion Celsi: Rattenhalter erkrankt an schwerer Tinea capitis

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Als Aufnahmebefund fand sich am Hinterkopf eine kissenartig erhabene, purulente Hautveränderung mit fest anhaftender gelblicher Kruste. Diese wurde in mehreren Sitzungen mit Küretten abtragen. Der Befund besserte sich erst, nachdem die Eiterseen regelmäßig mit Inzisionen entleert wurden und zwei bis drei Kaltplasma-Anwendungen pro Tag erfolgten. © Erbel M, Vandersee S. Wehrmed Monatsschr 2018; 62: 397-398 © Beta Verlag & Marketinggesellschaft mbH, Bonn

Schon beim Verdacht auf ein Kerion Celsi sollte eine systemische antimykotische Therapie gestartet werden. Die Verwendung von Kaltplasma unterstützt den Heilungsverlauf.

Als Maximalvariante der Tinea capitis gilt das Kerion Celsi. Dabei handelt es sich um eine schwere, hochentzündliche Fadenpilzinfektion mit schmerzhaften, langsam verkrustenden Läsionen. Auslöser sind meist zoophile Dermatophyten, die in unseren Breiten auch von als Haustieren gehaltenen Farbratten stammen können. Auf diese Weise hatte sich auch ein 20-jähriger Mann infiziert, der sich mit einer seit rund vier Wochen stetig wachsenden, nässenden und druckdolenten Schwellung am Hinterkopf vorstellte.

Erregernachweis per Kultur dauert mehrere Wochen

Die Läsion hatte sich aus einem Insektenstich entwickelt. Die regionalen Lymphknoten waren vergrößert, Vorerkrankungen bestanden nicht. Das...

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