Kopf-Hals-Karzinom: Artikulationsprobleme schon vor der Therapie

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Durch den Krebs fällt das Sprechen schwer. © iStock.com/AndreyPopov

42 % der Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom haben bereits bei der Erstdia­gnose Schwierigkeiten, sich sprachlich adäquat zu äußern.

Artikulationsprobleme schränken nicht nur die Lebensqualität der Krebskranken ein, sondern hindern sie auch daran, sich mit anderen auszutauschen. Im Falle der Arzt-Patienten-Kommunikation kann sich das vermutlich auch auf das Therapieergebnis auswirken.

Eine Kohortenstudie mit 254 Patienten zeigte anhand von objektiven Untersuchungen vor Therapiebeginn, dass schon 12–26 % der Teilnehmer leichte bis mäßige neurokognitive und sprachbezogene Probleme aufwiesen. Etwa 5–15 % waren bereits schwer beeinträchtigt.

Zudem funktioniert das Gedächtnis schlechter

Bei den Patienten litten insbesondere Gedächtnisfunktion und Sprechflüssigkeit. Bei 7 % waren neurokognitive Funktionen des Alltagslebens stark beeinträch­tigt und 42 % der Patienten fiel es mehr oder weniger schwer, sich sprachlich adäquat zu äußern.

Quelle: Piai V et al. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 2019; online first