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Mund-Nasen-Schutz Maske beim Sport belastet vor allem subjektiv

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Trotz Maske kommt beim Sport noch genug Sauerstoff in den Körper. Trotz Maske kommt beim Sport noch genug Sauerstoff in den Körper. © Kzenon – stock.adobe.com
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Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Sport wird eher persönlich als Belastung empfunden als dass es tatsächlich den Körper beeinträchtigt. Nur die Herzfrequenz scheint beeinflusst zu werden. Das fand nun eine aktuelle Studie heraus.

Das Tragen einer Gesichtsmaske beim Sport wirkt sich vor allem negativ auf die subjektive Einschätzung der Belastbarkeit aus. Auch ein leichter Anstieg der Herzfrequenz ist zu verzeichnen. Die Sauerstoffsättigung im Blut wird durch das Tragen einer Maske jedoch nicht beeinträchtigt, wie eine Studie mit 16 männlichen und 22 weiblichen Probanden zeigt. Alle unterzogen sich zwei Ausdauerläufen über 15 Minuten, jeweils in gleicher Geschwindigkeit und einmal mit, einmal ohne Mund-Nasen-Bedeckung. Jeweils zu Beginn und am Ende der Belastungsphase wurden Herzfrequenz und O2-Sättigung gemessen. Außerdem gaben die Testsportler ihr persönliches Belastungsempfinden mit der entsprechenden Klassifizierung nach Borg an.

Während die Sauerstoffsättigung mit und ohne Maske unverändert blieb, waren nach dem Maskenlauf sowohl das Belastungsempfinden signifikant erhöht als auch die Herzfrequenz (151 bpm vs. 156 bpm). Auch wenn die Pulserhöhung gering scheint – beim individuellen Sportler kann ein Plus von fünf Schlägen darüber entscheiden, ob er eine bestimmte Belastung toleriert, schreibt Dr. Christine Hoffmann­ von der Abteilung für angewandte Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Außerdem räumt die Autorin ein, dass sich ihre Ergebnisse nur auf junge gesunde Sportler übertragen lassen. Patienten mit Vorerkrankungen können erheblich stärker beeinträchtigt werden.

Quelle: Hoffmann C. Dtsch Z Sportmed 2021; 72: 359-364; DOI: 10.5960/dzsm.2021.494

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