Minimalinvasiv gegen das Magenkarzinom

Autor: Dr. Judith Lorenz

Beim Magenkrebs ist die Laparoskopie einer offenen OP nicht unterlegen. © iStock/peterschreiber.media

Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs profitieren von einer laparoskopischen Magenresektion in gleicher Weise wie von einer offenen Gastrektomie.

Bei Magenneoplasien, die nicht als Frühkarzinome gelten, ist eine Dissektion der D2-Lymphknoten notwendig. Angesichts des technischen Aufwands stellt sich die Frage, ob die Laparoskopie bei den Betroffenen die Überlebensprognose verschlechtert. Eine Antwort darauf suchten nun chinesische Wissenschaftler.

In die Studie schlossen die Forscher mehr als 1000 Magenkarzinom-Patienten im Stadium T2–4a ein. Je etwa die Hälfte der Teilnehmer wurde mittels laparoskopischer bzw. offener distaler Gastrektomie inklusive D2-Lymphknotendissektion behandelt.

Die beiden OP-Verfahren unterschieden sich weder bezüglich des Drei-Jahres-Überlebens ohne Erkrankung (76,5 % vs. 77,8 %) noch im Gesamtüberleben während desselben Zeitraums (83,1 % vs. 85,2 %). Auch in der kumulativen Rezidivrate war der laparoskopische Eingriff nicht signifikant unterlegen (18,8 % vs. 16,5 %). Allerdings wurde etwa ein Viertel der Tumoren nach der histologischen Aufarbeitung als Frühkarzinom eingestuft.

Die laparoskopische distale Gastrektomie bietet gegenüber der Laparotomie den Vorteil der kürzeren postoperativen Rekonvaleszenz, schließen die Autoren. Auch bei größeren Karzinomen scheine das Verfahren keine wesentlichen Nachteile zu haben. 

Quelle: Yu J et al. JAMA 2019; 321: 1983-1992; doi:10.1001/jama.2019.5359