Nierenversagen: Für Zirrhotiker gibt es keinen Kreatinin-Grenzwert

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Neben der Lebertransplantation kann auch die Niere ersetzt werden, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. © iStock/Kuznecova_A

Mangels Muskelmasse können Zirrhose-Patienten schon bei niedrigem Kreatinin ins Nierenversagen rutschen. Deshalb sollte ein Anstieg des Kreatinins bzw. Abfall der Diurese schon vor Erreichen der Grenzwerte abgeklärt werden.

Definiert ist das hepatorenale Syndrom (HRS) als potenziell reversible Nierenfunktionsstörung bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites oder mit alkoholischer Steatohepatitis. Man unterscheidet zwei Formen:

  • HRS Typ I geht mit einem raschen Nierenversagen einher, in weniger als zwei Wochen steigt das Serumkreatinin auf > 2,5 mg/dl.
  • HRS Typ II ist oft mit einem refraktären Aszites assoziiert, das Nierenversagen verläuft eher moderat mit Kreatinin-Werten zwischen 1,5 und 2,5 mg/dl bei stabilem oder langsam fortschreitendem Verlauf.

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