Nur drei Wochen haltbar: Ältere Erykonzentrate bergen Gefahren

Autor: Kathrin Strobel

Je mehr Blut transfundiert worden war, desto höher war das Risiko für Komplikationen. © iStock.com/toeytoey2530

Traumapatienten, die viele alte Blutkonserven erhalten, haben ein um 5 % erhöhtes Risiko, nach der Transfusion zu versterben.

Wer nach einer schweren Verletzung auf eine Bluttransfusion angewiesen ist, kann nur hoffen, dass die verwendeten Erythrozytenkonzentrate nicht älter sind als 21 Tage. Ansonsten drohen gegebenenfallsKomplikationen wie Blutgerinnsel, Infektionen, Sepsis oder Tod. Diese sind bei mindestens drei Wochen altem Blut um 5 % wahrscheinlicher als bei frischeren, maximal 14 Tage alten Konserven. Zu diesem Ergebnis kam eine retrospektive Studie mit 678 Patienten.

Je mehr Blut transfundiert worden war, desto höher war das Risiko für Komplikationen: Erst ab zehn Erythrozytenkonzentraten stieg die Gefahr merklich an, so die Autoren um Dr. Allison R. Jones von der University of Alabama in Birmingham. „Angesichts des bestehenden Blut- und Plasmamangels müssen wir die Menschen noch mehr als bisher motivieren, zu spenden“, betont Dr. Jones in einer begleitenden Pressemitteilung. 

Quelle: Jones AR et al. Ann Emerg Med 2018; online first