Offener Betrug: Placebos lindern Fatigue von Krebspatienten – sogar wenn sie wissentlich eingenommen werden

Autor: Michael Brendler

Bei der sogenannten Cancer-Related Fatigue handele es sich um ein hartnäckiges Leiden mit nur sehr eingeschränkten Therapie-Optionen. © iStock/KatarzynaBialasiewicz

Scheinmedikamente wirken bei vielen Krankheiten. Nur ist es unethisch, sie zu verwenden. Einem Patienten darf nichts vorgemacht werden. US-Forscher haben nun bei chronisch müden Krebsüberlebenden ausprobiert, was der offene Umgang mit Placebos bewirkt. Und waren überraschend erfolgreich.

Fast vierzehn Millionen Menschen haben zwar ihren Krebs überlebt, bekamen aber in der Folge ein anderes Problem: Sie leiden unter einem chronischen Müdigkeitssyndrom. Bei dieser sogenannten Cancer-Related Fatigue handele es sich um ein hartnäckiges Leiden mit nur sehr eingeschränkten Therapie-Optionen.

Der Grund ist die multifaktori­elle und komplexe Natur mit bisher kaum verstandener Pathophysiologie, schreibt das Team um Dr. Teri Hoenemeyer vom Comprehensive Cancer Center der Universität von Alabama in Birmingham. Bei den Versuchen, dem sich oft über Jahre hinziehenden Syndrom beizukommen, fiel in Studien immer wieder die starke Wirkung von Placebos auf.

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