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Peniler Morbus Mondor ist schmerzhaft, aber reversibel

Autor: Maria Weiß

Wenn Männer es zu wild treiben, kann es schon mal schmerzhaft werden. Wenn Männer es zu wild treiben, kann es schon mal schmerzhaft werden. © iStock/Estradaanton
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Ein peniler Morbus Mondor ist für den Betroffenen oft sehr schmerzhaft. Dennoch heißt es, Ruhe bewahren: Die oberflächliche Venenthrombose ist in der Regel selbstlimitierend.

Klagen Männer über einen derben, harten und druckschmerzhaften Strang am Penisrücken, kann es sich um eine oberflächliche Thrombose der V. dorsalis penis handeln. Auslöser der sogenannten penilen Mondor-Erkrankung scheint in den meisten Fällen ein sehr intensiver, ausdauernder Geschlechtsverkehr zu sein, berichtete Professor Dr. Martin Stücker vom Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchir­urgischen Kliniken am katholischen Klinikum Bochum. Als Beispiel nennt er eine Kasuistik aus dem Jahr 2019: Der aus Burkina Faso stammende Betroffene war mit vier Frauen verheiratet.1 Außerdem decke sich die Vermutung mit der Beobachtung einer zunehmenden Häufung des Morbus Mondor seit Einführung von PDE-5-Hemmern wie Sildenafil.

Die Diagnose kann in der Regel aufgrund der typischen Klinik mit druckschmerzhafter dilatierter und leicht geschlängelter Vene am Penisrücken gestellt werden. Durch einen Thrombus-Nachweis per Sonographie lässt sich der Verdacht bestätigen. Meist reicht es, den Patienten zu beruhigen. Die Erkrankung ist selbstlimitierend und die Symptome verschwinden in der Regel nach vier bis sechs Wochen – voll durchlässig ist das Gefäß aber meist erst wieder nach mehr als neun Wochen, so der Experte. Gegen die Schmerzen helfen ggf. NSAR.

Quelle: 1. Mukendi AM, Mahlobo F. Clin Case Rep 2019; 7: 2283-2284; DOI: 10.1002/ccr3.2469

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