Medizin und Markt Autor: Marianne E. Tippmann

Phyto-Antidepressivum als Alternative für Patienten ohne zusätzliche Angst- und Zwangsstörungen. © iStock/Juanmonino

Wann ist für den Psychiater in der Praxis ein Johanniskraut-Präparat die passende Wahl?  Seit dem Jahr 2009 sind Johanniskraut-Präparate als Therapieempfehlung bei leichten und mittelgradigen depressiven Episoden fest in der S3-Leitlinie/NVL Unipolare Depression verankert. Lassen sich spezielle Patiententypen für einen bevorzugten Einsatz des Phyto-Antidepressivums ausmachen? Dr. Rainer C. Herbig, Psychiater in Hamburg, berichtet über eigene Erfahrungen.

Stehen für Sie Johanniskraut-Präparate bei Depressionen leichter und mittelschwerer Ausprägung in einer Reihe mit synthetischen Antidepressiva?

Dr. Herbig: Absolut – solange es sich um ausreichend hoch dosiertes Johanniskraut handelt, dessen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit klinisch belegt sind. Genau das besagt ja auch die Empfehlung der S3-Leitlinie, die voraussetzt, dass zur Therapie einer leichten und mittelgradigen depressiven Symptomatik ausschließlich Extrakte zum Einsatz kommen, deren klinische Effektivität in eigenen Studien nachgewiesen ist. Ich habe also ein ernst zu nehmendes Medikament, mit dem ich die Behandlung durchführen kann und von dem die Patienten profitieren, weil sie...

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