Pleuraergüsse zügig angehen, Pneumothorax nicht zu forsch behandeln

Autor: Dr. Andrea Wülker

Je später drai­niert wird (links), desto höher ist die Mortalität – vor allem, wenn ein Empyem vorliegt (rechts). Je später drai­niert wird (links), desto höher ist die Mortalität – vor allem, wenn ein Empyem vorliegt (rechts). © wikimedia/LukasScholten83; wikimedia/James Heilman, MD

Ob Pleuraerguss oder Pneumothorax – in den letzten Jahren gab es neue Erkenntnisse zur Behandlung. Beim Pneumothorax genügt meist schon eine ambulanter Pieks, die Behandlung eines Ergusses ist da schon komplexer.

Pleuraergüsse können vielfältige Ursachen haben. Das Spektrum reicht von Herzinsuffizienz und Pneumonie bis zu Malignomen (s. Tabelle). Eine zügige Abklärung ist entscheidend, betonen Dr. David Feller-Kopman vom Johns Hopkins Hospital, Baltimore, und Mitarbeiter. Denn eine Verzögerung (z.B. beim Empyem) geht mit erhöhter Morbidität und Mortalität einher.

Ursachen für Pleuraergüsse (Auswahl)
transsudative Ergüsseexsudative Ergüsse
  • Herzinsuffizienz
  • Leberzirrhose
  • nephrotisches Syndrom
  • Atelektase
  • Sarkoidose
  • Myxödem
  • Lungenembolie 
  • Infektionen (bakteriell, viral, tuberkulose-assoziiert, mykotisch, parasitisch)
  • Malignome (Mesotheliom, Metastasen von Lungen-, Mamma-, Pankreas oder Ovarialkarzinom...

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